Soll man bei so vielen schlechten Nachrichten über „Dioxin in Eiern“ überhaupt noch Eier essen?

Wenn Sie für kurze Zeit dioxinhaltige Eier konsumieren, brauchen Sie keine Angst vor gesundheitlichen Schäden haben. Darauf weist auch das Bundesinstitut für Risikobewertung hin. Trotz allem sollten Sie so wenig Dioxin in Eiern wie nur möglich erwischen. Der Körper baut das Dioxin nämlich nur sehr langsam ab. Und auf längere Sicht erregt Dioxin Krebs, stört das gesamte Immunsystem, sowie Atemwege, Schilddrüse und Verdauungstrakt.

Vorsicht gilt vor allem bei Kindern. Aufgrund des geringeren Gewichtes der Kinder, erreichen sie die kritische Aufnahmemenge von Dioxin schneller. Kinder sollten nicht mehr als ein bis zwei Eier pro Woche essen.

Da es immer mehr Fälle mit Dioxin in Eiern gibt, werden die Waren natürlich eindringlicher geprüft. Eier, die festgelegte Grenzwerte übersteigen, gelten nicht mehr als verkehrsfähig und werden vom Markt entfernt. Eier, die Sie bereits gekauft haben, sollten Sie im Kühlschrank aufbewahren und auf weitere Testergebnisse warten.


Kann man Bio-Eier als Alternative verwenden, wenn man ständig von Dioxin in Eiern hört?

Die EU-Öko Verordnung sieht vor, dass man Futtermitteln keine isolierten Fettsäuren hinzufügen darf. Bio-Eier sind nach momentanem Stand nicht betroffen. Es konnte hier durch Tests noch kein Dioxin in Eiern nachgewiesen werden. Somit kann man Bio-Eier durchaus als Alternative betrachten.


Kann man an den Stempelcodes erkennen, ob Dioxin in Eiern ist? Aus welchem Bundesland kommen Eier mit Dioxin?

Wo sieht man, wo die Eier herkommen? Mit dem Code auf dem Ei kann man auf dessen Herkunft schließen. Die erste Ziffer steht für die Form der Haltung: 0 = Biohaltung 1 = Freilandhaltung 2 = Bodenhaltung 3 = Käfighaltung Aus der Kombination der Buchstaben wird das Herkunftsland ersichtlich: DE = Deutschland AT = Österreich


Wie gefährlich ist das Dioxin in Eiern eigentlich?

Langfristig gesehen sind Dioxine in Eiern gefährlich. Sie erregen Krebs und gelten als hochtoxisch. In Versuchen mit Tieren konnte nachgewiesen werden, dass sich Dioxine negativ auf Immunsystem, Nervensystem und Hormonhaushalt auswirken. Entzündungen an Haut und Leber sind ebenfalls möglich. Wenn Sie allerdings wenig Dioxin in Eiern zu sich nehmen, führt das höchstwahrscheinlich nicht zu einer


Woher kommt das Dioxin in Eiern? Wie kam es zum Dioxin-Skandal 2011?

So kam es 2011 zu Dioxin in Eiern: Bei der Produktion von Biodiesel bleiben Fettsäuren zurück. Diese Fette kann man eigentlich nur als Abfallprodukt für technische Zwecke gebrauchen, z.B. als Schmiermittel. Doch Ende 2010 wurden fast 3000t dieser Fette an 25 Futtermittelhersteller in vier Bundesländern ausgeliefert. Von dort gingen knapp 2500t an Futtermittelhersteller in Niedersachsen.


Welches Ausmaß hat der Skandal „Dioxin in Eiern“? Welche Lebensmittel sind noch betroffen?

Welche Bundesländer besonders von dem Dioxinskandal betroffen sind, sehen Sie hier. Insgesamt sind mittlerweile 10 Bundesländer betroffen. Man geht davon aus, dass Schweinezuchten und Putenzuchtbetriebe ebenfalls tangiert werden. Behörden untersuchen auch Fertigprodukte wie Eis, Tiefkühlkuchen oder Nudeln, für deren Produktion ebenfalls Eier oder Eipulver verwendet wird. Mehrere hundert Zuchtbetriebe wurden bereits still gelegt. Weiteres Vorgehen


Was tut der Einzelhandel gegen Dioxin in Eiern?

Leider recht wenig. Es ist wenig darüber bekannt, was Einzelhändler gegen Dioxin belastete Eier oder andere Tierprodukte machen. Von der Verbraucherzentrale geht allerdings ein gewisser Druck aus, sodass Einzelhändler Prüfungen vornehmen und den Verbrauchern nur unbelastete Waren im Regal anbieten.


Kann man Dioxin in Eiern oder anderen Lebensmitteln verhindern?

Geht nicht! Dioxin ist praktisch überall vorhanden. Man kann die Maßnahmen und Prüfungen noch so verschärfen, aber das Verhindern der Aufnahme von Dioxinen durch Nahrung ist nicht zu vermeiden. Fisch, Milch und Fleisch (also Nahrungsmittel mit tierischer Herkunft) sind am gefährdetsten. Jetzt tritt immer mehr Dioxin in Eiern auf. Das Einschränken oder Vermeiden solcher Produkte


Gab es früher schon Dioxin-Skandale?

Schon Anfang 2010 tauchte mit Dioxin belastetes Futtermittel in einigen Bundesländern auf. Hierbei war Mais belastet, welche von einem holländischen Unternehmen ausgeliefert wurde. Auch die Ukraine stand im Verdacht, dioxinbelastetes Futter für Geflügel verkauft zu haben, doch das wurde zurückgewiesen. Im Jahr 2003 gab es bereits in Thüringen einen kleineren Dioxinskandal. Eine Futtertrocknungsanlage war defekt